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• Gedicht "Zum Nachdenken"

hi, als ich heute morgen vom Beginn des Krieges hörte, gingen mir viele Gedanken durch den Kopf und ich schrieb einfach drauf los:

"Mama? Was ist das für ein Krach? Warum sind wir in diesem Haus?
Was ist passiert?" "Mein Kind, es herscht Krieg." "Krieg, Mama?
Was ist Krieg?" Während draußen Bomben die Häuser zerbersten, Sirenen erklingen und Kampfflugzeuge über die Dächer fliegen sucht die Mutter nach einer Erklärung. Die Geräusche werden immer lauter und die Kampfflugzeuge scheinen sich nun in unmittelbarer Nähe zu befinden. "Mama, was ist Krieg?" wiederholt das Kind, während es bei jedem Geräusch ängstlich zusammenzuckt und zitternd die Mutter um eine Erklärung bittend anschaut. "Weißt du, mein Kind, Krieg bedeutet, das Menschen sich gegenseitig bekämpfen und töten." "Aber wieso, Mama? Warum töten sie sich gegenseitig?" "Das kann ich dir nicht so genau erklären. Stell dir vor, du hast mit jemandem Streit und ihr könnt diesen nicht bewältigen." "Aber Mama, deshalb töte ich den Menschen doch nicht!" Bevor die Mutter darauf antworten kann ertönt ein lauter Knall. Als Schutzreaktion beugt sich die Mutter über ihr Kind, während die Scheiben zerbersten, Flammen am einen Ende des Hauses das Holz verzehren und das Haus langsam in sich zusammenstürtzt. "Mama! Mama! Was war das für ein Knall?" Doch es folgt keine Antwort. "Mama!" ruft das Kind nochmal, bevor es die Mutter vorsichtig von sich schiebt. "Mama, du bist verletzt! Sag doch was!" es rüttelt verzweifelt an der Mutter. Tränen fließen über das Gesicht, als ein weiterer Knall den Ort erfüllt. Überall steigen dunkle Rauchschwaden zum Himmel hervor. Trümmer wohin man sieht. "Mama, bitte sag doch was! Ich spüre meine Beine nicht mehr! Mama, bitte hilf mir! Mir ist so kalt! Mama!" Weiterhin explodieren Bomben, überall ist das Feuer entfacht. Es wird ruhiger. Die Kampfflieger sind weitergeflogen und es wird still. Auch in dem zerborstenen Haus ist es still. Der Krieg geht weiter und vielerorts wird es still...

Ich denke an die vielen Menschen, die ihr Leben lassen müssen... Die vielen Kinder, die ihre Eltern verlieren werden... Die vielen Kinder, denen verwehrt wird, ihr Leben zu beginnen... Und ich versuche zu begreifen, wie es möglich sein kann, dass Menschen sich gegenseitig das Leben nehmen, immer wieder Waffen und anderes entwickeln, um sich gegenseitig zu verletzen oder zu töten. Und ich frage mich, wie lange es noch dauern wird, bis wir Menschen es

[ironie]endlich geschafft haben, die Natur, das Leben und die ganze Welt zerstört zu haben, damit wir endlich Frieden haben können[/ironie] Doch ich finde auf all das keine Antwort...

Autor dieses Gedichtes ist orkana (Webmaster von orkana.de )

Letztes Update dieser Seite
15.09.2010 10:27

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