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Welches Holz ist für was am besten geeignet?
Ganz am Anfang vom Bau von einem Möbelstück steht natürlich die Idee und die
Planung. Viele machen dabei aber den Fehler das sie nicht berücksichtigen
welches Holz sie später verwenden wollen, denn verschiedene Holzarten haben
auch verschiedene Behandlunswünsche.
Bei einfachen Möbelstücken, wie zum Beispiel Regale kann man getrost auch
fertig verleimte Fichtenbretter aus einem Baumarkt nehmen. Bei Möbeln die
eher individuell sein sollen, sollte man sich auch mehr Zeit für die Auswahl
nehmen, denn später kann man das gekaufte Holz nicht zu einem anderen machen.
Wenn Sie Holz bei einem Holzhändler kaufen möchten, sollten Sie über Fachwissen
verfügen und Zeit mitbringen. Lassen Sie sich keinesfalls zu einer schnellen
Entscheidung drängen, gute Ware zu erkennen braucht seine Zeit.
Zum Tischlern und Schreinern braucht man gutes Holz und daher sollten Sie
an das Holz auch hohe Ansprüche stellen. Am besten geeignet ist Holz mit einem
Feuchtigkeitsgehalt von 8-12%, da sicher nicht jeder alleine durch das Gewicht
und die Oberfläche bestimmen kann gibt es dazu ein Hydrometer(Feuchtigkeitsmessgerät),
damit kann man die Feuchtigkeit im Holz messen oder sie verlassen sich auf
den Verkäufer, dieser sollte das ganze auch richtig schätzen können.
Holz von Bäumen die stark vom senkrechten Wuchs abgewichen sind, sollten sie
grundsätzlich nicht nehmen. Am besten suchen sie nach astlosen Kernholzbrettern
mit stehenden Jahresringen, je nach Möglichkeit versteht sich. Das olz sollte
keinesfalls Flecken haben und nach Holz riechen, ansonsten besteht die Gefahr
das sich bereits Schimmel bzw. Pilze im Holz eingenistet haben, was aber im
Holzhandel eher selten der Fall sein dürfte *kontrollierte Ware*
Wie enstehen die Jahresringe werden sich viele Fragen. Sie entstehen durch
den Wechsel der Jahreszeiten. Der stärkste Stammwuchs ist im Frühjahr, wodurch
die Zellen nur Dünne Wände haben und dadurch auch heller ist. So entsteht
dann das helle Frühholz. Da das Holz im Sommer und im Herbst langsamer wächst,
werden die Zellen-Wände dicker,härter und auch dunkler. So entsteht das Spätholz.
Durch diesen unterschiedlichen Holzzellenaufbau und der ringförmigen Schichtung
entsteht die Verformung des Holzes. Das ganze wird durch das sogenannte "Schwinden"
verursacht. Dies entsteht durch die Trocknung des Holzes, das sollange Wasser
abgibt bis es den gleichen Feuchtigkeitsgehalt hat wie die Raumluft. Da es
eine unterschiedliche Stellstruktur gibt, wirkt sich dieser Effekt auch verschieden
auf die einzelnen Bereiche des Holzes aus. Im Kernholz ist dieser effekt sehr
gering, Anders im Splint (äußeres Holz) dort "arbeitet" das Holz stärker.
Tipp: Nehmen sie immer eine komplette Stückliste
mit den Maßen Ihres Möbelstückes/Werkstückes mit, so können sie genau das
Holz auswählen was für sie das beste ist. Berechnen Sie immer einige Zentimeter
mehr, da durch Verschnitt auch immer etwas wegfällt und nehmen Sie lieber
etwas mehr als zuwenig Holz.
Letztes Update dieser Seite
15.09.2010 10:27