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Tischlerplatten sind Sperrholzplatten, die in der Regel aus
drei Lagen, der dickeren Mittellage aus Vollholz und den beiderseitig aufgeleimten
Absperrfurnieren bestehen.
Verwendet werden diese Platten vorallem als Trägerplatten im Möbel-
und Innenausbau.
Um die Spannungen bei Feuchtigkeitsveränderungen etwas entgegen zu
wirken hat es sich bewehrt eine Dicke des Absperrfurniers von etwa 12-15%
der Plattendicke zu verwenden. (siehe Tabelle 1 ).
| Plattendicke | Dicke des Absperrfurniers |
| 13 mm | 1,5 ... 2,0 mm |
| 16 mm | 2,0 ... 2,4 mm |
| 19 mm | 2,3 ... 2,8 mm |
| 22 mm | 2,6 ... 3,3 mm |
Stabsperrholz (ST)
Die Stabmittellagen des Stabsperrholzes werden aus 24 - 30mm starken(dicken)
Seitenbrettern hergestellt.
Diese werden zu Blöcken verleimt und auf die erwähnte Mittellagendicke
eingeschnitten.
Durch dieses Einschneiden ergeben sich für die Stäbe vorwiegend stehende
bis schräg verlaufende Jahresringe. Durch die große Breite dieser
Mittellagestäbe arbeiten diese entsprechend stark. Die Oberfläche
bei diesen Platten wird zwar auch wellig, aber durch die Verleimung wird
dies gemildert und daher ist die Oberflächen-Qualität auch besser
als bei den Streifensperrholzplatten.
Verwendet werden diese Platten meistens für Korpusteile wie Böden
und Mittelseiten im Möbelbau.
Für hochwertige Oberflächen sind diese Platten nicht geeignet.
Stäbchensperrholz (STAE)
Die Stäbchenmittellagen des Stäbchensperrholzes bestehen aus
bis zu 8mm breiten Holzstäbchen oder Schälfurnieren mit stehenden
Jahresringen. Meistens wird das 8mm dicke Schälfurnier zu Blöcken
verleimt und dann auf Mittellagendicke eingeschnitten.
Verwendet werden diese Platten vorallem für hochwertige Möbel
und im Innenausbau.
Da diese Platten ein sehr gutes Stehvermögen haben, da alle Stäbchen
bei Feuchteveränderungen gleichmäßig arbeiten bleiben
diese Platten eben.
Hergestellt werden diese Tischlerplatten vorzugsweise in folgenden Abmessungen (in mm) (siehe Tabelle 2)
Tabelle 2| Dicke | 13, 16, 19, 22, 25, 28, 30, 38 |
| Länge | 1220, 1530, 1830, 2050, 2500, 4100 |
| Breite | 2440, 2500, 3500, 5100, 5200, 5400 |
Es gelten die gleichen Bedinungen wie bei Furniersperrholz bei der Verleimqualität (siehe Tabelle 3)
Tabelle 3| Unterscheidung | Verleimung | Anwendungs-gebiete |
| IF Innensperrholz | nicht wetterbeständig Leimfuge: hell Harnstoffharzleim (KUF) |
niedrige Luftfeuchte Innenräume |
| AW100 Außensperrholz | beständig bei erhöhter Feuchtebeanspruchung
(bedingt wetterbeständig) Leimfuge: dunkel Phenol-Resorcin-Leim (KPF-KRF) |
Nassräume Aussenbereich |
Die Kennzeichnung wird ebenfalls
wie bei den Furniersperrholzplatten auf die schlechtere Seite gedruckt.
Sperrholz DIN 68705 - ST - IF 2-2 -16 (Bezeichnungsbeispiel
einer Stabplatte 16mm)
Sperrholz DIN 68705 - STAE AW 1-2 -19 (Bezeichnungsbeispiel
einer Stäbchenplatte 19mm)
Es gibt dann noch die Bau-,Stab-
und Stäbchensperrholz (BST und BSTAE) Platten.
Diese Bau-Tichlerplatten werden aus widerstandsfähigen Holzarten
gefertigt. Meistens in der Verleimart AW100. Verwendung finden diese
Platten vorallem im Fertighausbau und Containerbau, bei Betonschalungsplatten
sind oft zusätzlich mit einer Kunstharzbeschichtung versehen, damit
sie mehrmals eingesetzt werden können.
Parkett Verbundplatten haben auch einen dreischichtigen
Aufbau wie Tischlerplatten.
Meistens wird die Oberschicht bei Parkett aus starkem Edelholz (wie
z.B. Eiche) hergestellt.
Der Grund dafür dürfte klar sein, denn zum Beispiel Eichenholz
ist relativ abriebfest, was bei Bodenbelägen wie Parkett natürlich
ein wichtiges Kriterium darstellt.
Letztes Update dieser Seite
15.09.2010 10:27